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Wer noch in 2004 eine Police abschließt, kann sich noch bis zu 20 Prozent mehr Garantierente bei einer aufgeschobenen Leibrente sichern

 

Bei sofort beginnender Leibrente sei ein Plus von rund zehn Prozent drin, hat die Zeitschrift Capital in ihrer jüngsten Ausgabe prognostiziert. Grund: Die meisten Unternehmen bieten momentan noch Verträge an, die nach alter Sterbetafel kalkuliert sind. Derzeit seien die Kunden klare Gewinner der Wette auf das Leben, die sich hinter den Policen verbirgt.

Dauerhaft höhere Garantierente

Diese Meinung vertritt Michael Scharr, Vorstand der SV Sparkassenversicherung, in Capital. Dieses Unternehmen verkauft allerdings schon jetzt keine Verträge nach Sterbetafel DAV 1994 R mehr. Begründung: „Das wird zu teuer”. Folge: Bei einer dynamischen Sofortrente mit 65 (100.000 Euro Einzahlung) bekäme ein Mann bei der SV-Versicherung nun nur 460 statt 515 Euro anfängliche Sofortrente.

Vermutlich dauerhaft niedrigere Überschuss-Rente

Ob die Masse der Lebensversicherer ab 2005 die neuen Sterbetafeln (DAV 2004 R) oder Tafeln verwenden, die entsprechend risikogerecht kalkuliert sind, bleibt ihnen selbst überlassen. Doch die Euphorie für den Schluss-Spurt beim Vertrieb nach alter Sterbetafel hat sachliche Grenzen.

Auch für laufende Renten ist künftig Schmalkost angesagt. Da sie länger bezahlt werden müssen als kalkuliert, bedarf es vielfach zusätzlicher Mittel zur Sicherheit. Diese werden dem Topf für die Überschuss-Beteiligung entnommen. Dadurch verringert sich wiederum die Überschuss-Rente. Die garantierte Rente bleibt davon zwar unberührt, die Gesamtrente sinkt aber tendenziell.Michael J. Glück

Quelle: VersicherungsJournal